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Kinderwunsch und Stress – wie dein Körper wieder in die Entspannung findet

Wir leben in einer Zeit die uns sehr herausfordert, sowohl physisch als auch mental. Chronischer Stress steht an der Tagesordnung, und uns ist nicht mal bewusst, dass wir in einer mentalen und körperlichen Daueranspannung sind. Und viele Frauen nehmen sich nicht mehr die Zeit für die eigene Selbstfürsorge und um ihre weiblichen Energien wieder aufzuladen.
Die Kinderwunschzeit kann neben Vorfreude und Hoffnung, auch zusätzliche Anspannung und Stress bringen. Warum aber chronischer Stress und Anspannung (sowohl körperlich, als auch mental) nicht förderlich für die Kinderwunschzeit ist, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Das kann dich während deiner Kinderwunschzeit belasten und Stress auslösen

Die Anfangszeit in der Kinderwunschphase ist noch geprägt von Vorfreude und Hoffnung – aber wenn das gewünschte Ergebnis – ein positiver Schwangerschaftstest – Monat auf Monat auf sich warten lässt – schlägt dies bald um in innere Anspannung, emotionalen Druck (von außen und innen), innere Unruhe, Gefühl nicht zu Funktionieren, Gefühl von Kontrollverlust.

Alle diese Punkte können sogenannte Stressoren für dich sein – die in deinem Körper Stressreaktionen auslösen.
Es gibt auch positiven Stress (den sogenannten Eu-Stress), der dir Energie gibt und dir hilft deinen Fokus zu halten.
Aber Vorsicht: auch scheinbarer Eu-Stress kann sich in für den Körper negativen Stress umwandeln (die Körperfunktionen unterscheiden nicht um welche Art von Stress es sich handelt) – zB bei vermehrter körperlichen Anstrengung mit hohem Leistungsdruck (übermäßiger Sport, Marathonlauf, usw)
Dieser emotionale Stress (dem sogenannten Di-Stress) ist nicht nur belastend für dich als Frau selbst, sondern auch für deine Beziehung zu deinem Partner. Darum ist es auch sooo wichtig diesen Weg mit offenen Herzen und offener Kommunikation Hand in Hand zu gehen.

Wenn du die Stressoren (=alles was in dir negativem und langfristigen Stress auslöst, und das kann äußerst subjektiv sein) nicht reduzierst bzw Resilienz (Widerstandskraft gegenüber deine Stressoren) aufbaust, kann es sein, dass du dich in einem Teufelskreis wiederfindest von: Stress – negativer Schwangerschaftstest- noch mehr Stress –> Denn chronischer negativer Stress wirkt sich auch negativ auf deinen weiblich Zyklus und auf deine Fruchtbarkeit aus- warum dies biochemisch so ist, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Was in deinem Körper bei Stress passiert und der Einfluss auf deinen Zyklus und deine Fruchtbarkeit

Zuvor die gute Nachricht: kurzfristiger Stress hat keine negative Einwirkung auf deinen Zyklus und auf deine Fruchtbarkeit – im Gegensatz zum chronischen Stress. Dh du musst Stress nicht vollkommen reduzieren, nur die Stressoren, die dich langgfristig stressen indentifizieren und reduzieren bzw Resilienz aufbauen.

Streng genommen sind biochemisch gesehen nicht die Stressoren der Grund für den Einfluss auf deinen Zyklus und auf deine Fruchtbarkeit, sondern die hormonelle Reaktion die dein Körper unbewusst in Gang setzt:
Es wird im Körper eine Ausschüttung von Hormonen entlang der Stressreaktionsachse (HPA-Achse) freigesetzt, zb das Stresshormon Cortisol.
Cortisol hat auch hemmende Wirkung auf Sexualhormonachse, dh bei chronischen Stress wird Cortisol fortlaufend produziert und die weiblichen Hormone, die den Zyklus aufrechterhalten werden dazu genutzt um Cortisol zu bilden – wenn auf der Stressreaktionsachse nicht mehr genug Cortisol produziert werden kann.
Weiters ist eine erhöhte Aktivität des Immunsystems zu verzeichnen. Und wenn das Immunsystem im Alarmbereitschaft ist, wird damit auch die Einnistung des Embryos erschwert (der Embryo wird vom Immunsystem als Fremdkörper gewertet).

Warum „einfach mal entspannen“ nicht reicht um Stress abzubauen

gelebte Selbstfürsorge, sich selbst an erster Stelle stellen

5 sanfte Wege, um dein Nervensystem sofort zu beruhigen

1. Bewusste Atmung

Setze dich an einem ruhigen Ort. Sitze möglichst aufrecht. Zunächst verbinde dich mit deiner Atmung und beobachte wie deine Atmung ganz ohne Kontrolle ganz natürlich ein- und wieder ausgeht.
Wenn du dich gut mit deiner Atmung verbunden fühlst – Atme ein und zähle innerlich langsam und gleichmäßig bis 4 – halte deine Atmung kurz, Atme aus und zähle dabei innerlich bis 6.
Führe dies 5 Atemrunden durch.

2. Sanfte Bewegung

Mobilisiere deinen ganzen Körper, bewege dich ganz sanft und intuitiv – ich empfehle dir entweder im Stehen oder im 4Fußstand. Ich empfehle dir vor allem Schultern, Wirbelsäule und Becken mit sanften, kreisenden Bewegungen durchzubewegen.
Oder du kannst deinen ganzen Körper durchschütteln – lege dir dabei eine schwungvolle Musik auf, die dich tempowert und fange an deine Füße zu schütteln, lass das Schütteln immer größer und größer werden, sodass zu deinen ganzen Körper zum Schütteln bringst. Gegen Ende des Liedes lass das Schütteln wieder nach und nach kleiner werden, bis du wieder in die Stille kommst.
Spüre gern nach deiner kleinen Bewegungseinheit in deinen Körper.

3. Kleine Ruheinseln im Alltag schaffen

Gestalte dir selbst in deinem Zuhause eine Ruheecke – nur für dich allein- wo du dich einkuscheln und zurückziehen kannst – ganz ohne elektronische Medien.
Damit entspannst du deine Sinne und dein Nervensystem kann sich wieder entspannen.

4. Selbstmitgefühl statt Leistungsdruck

Auch in Stresssituationen darfst du liebevoll mit dir selbst umgehen. Du gibst jeden Tag dein Bestes, und das darfst du feiern.
Achte mal einen ganzen Tag darauf wie du in verschiedenen Situationen mit dir selbst redest – redest du liebevoll zu dir, oder bist du eher streng mit dir.
Schreibe deine negativen Gedanken auf, wandle Sie in positive Sätze um und lese sie dir jeden Tag laut vor (am besten vor dem Spiegel)

5. Deinem Körper wieder zuhören

Unser Körper spricht dauernd mit uns, aber wir haben leider verlernt auf ihn zu hören. Wir haben sozusagen die Stimme des Körpers und damit der weiblichen Intuition auf stumm geschaltet und die Stimme des Kopfes auf laut.
Verbinde dich regelmäßig mit deinem Körper. Lege oder setze dich bequem hin und lass deine Aufmerksamkeit in das Innere deines Körpers wandern. Nehme deinen Körper ganz bewusst, ohne Bewertung wahr. Wenn du die Stimme deines Körpers nicht sofort hörst, verzweifle nicht, bleib dran. Mit ein wenig Übung und Zuwendung wirst du die Stimme deines Körpers wieder hören 🙂
Im Alltag kannst du dich auch bei jeder Entscheidung fragen: ist dies eine Kopf- oder Bauchentscheidung? Mit jeder Bauchentscheidung stärkst du deine Verbindung zu deinem Körper und zu deiner Intuition.

Du musst diesen Weg nicht alleine gehen

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie belastend es sein kann durch die Kinderwunschzeit ganz alleine und ohne Unterstützung zu gehen. Im Nachhinein und mit dem jetzigen Wissen hätte ich mir eine entspanntere Kinderwunschzeit gewünscht.
Und es tut mir im Herzen weh, wieviele Frauen diesen Weg alleine gehen.
Darum ist es mein großes Herzensanliegen Frauen in dieser sensiblen Phase zu individuell zu begleiten und mit Yoga, Achtsamkeits- und Mentaltraining zu unterstützen und zu empowern.
Du darfst dir auch deine Kinderwunschzeit zu einer magischen Zeit machen – und wie schön wäre es wenn du ebenso stressfrei in deine Schwangerschaft übergehst?

Wenn du dir gerade mehr Ruhe, Vertrauen und sanfte Begleitung wünschst, dann schau dir gern meinen WohlFÜHLraum für Mamas an.
Dort findest du Yoga, Klang und Entspannungsräume für Kinderwunsch, Schwangerschaft und Mama-Sein.

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